Rundschreiben


Rundschreiben September 2012 DRUCKEN   PDF
Wir senden Ihnen unser „Herbst-Rundschreiben“!
 
Neuerungen im Sozialversicherungsrecht
 
  • Die Höchstbeitragsgrundlage in der Sozialversicherung wird im Jahr 2013 „außertourlich“ (neben der normalen Erhöhung!) um 1.260,--€ p.a. erhöht.
  • Somit werden die Beitragsgrundlagen in 2013 betragen:
    • Höchstbeitragsgrundlage : 62.160,-- € pro Jahr
    • Geringfügigkeitsgrenze : 386,80 € pro Monat
  • Im GSVG war es bisher möglich – bei Unsicherheit über die Höhe des Einkommens – vorerst nicht zu „melden“ und erst bei Erstellung der Steuererklärungen das Vorliegen einer Versicherungspflicht (für neue Selbständige) im Nachhinein ohne Beitragszuschlag zu melden. Diese Möglichkeit entfällt ab den Beiträgen für 2012. Allerdings steht dem Zuschlag die Zinsenersparnis wegen der späteren Zahlung gegenüber.
  • Im Pensionsrecht entfällt für Personen ab dem Geburtsjahr 1955 die bisherige sehr komplizierte Pensionsberechnung in Form der „Parallelrechnung“. Ab 1.1.2014 gibt es für diese Personen nur mehr die Berechnung nach dem „Pensionskonto“. Damit wird die Pensionshöhe viel leichter rechenbar. Ein Jahr Beitragszahlung von der Höchstbeitrags-grundlage bedeutet derzeit eine zukünftige Monatspension von 75,30 €.
Dieser Betrag ermittelt sich wie folgt:
59.220,--€ x 1,78 % = 1.054,12 € Jahrespension = €75,30 pro Monat, vierzehnmal jährlich.
 
Vorwegbesteuerung von Pensionskassenpensionen
 
  • Mit der letzten Gesetzesänderung wurde die Möglichkeit geschaffen, durch eine „Vorwegbesteuerung“ die Pension in Zukunft steuerlich zu entlasten (steuerpflichtig soll nur mehr ein Viertel der Pension sein). Die Inanspruchnahme dieser Möglichkeit ist umso günstiger, je höher das Einkommen ist. Bei niedrigem Einkommen kann sie sogar sehr ungünstig sein. Die Möglichkeit besteht für Anwartschaftsberechtigte (die vor dem 1.1.1953 geboren wurden) und für Pensionsbezieher. Der Antrag ist bis spätestens 31. Oktober 2012 bei der Pensionskasse einzubringen.
Gerne stehen wir Ihnen für Auskünfte zur Verfügung.
 
Bemerkungen zum Umsatzsteuerrecht
 
  • Rechnungen sind Dokumente und berechtigen zum Vorsteuerabzug, wenn sie „ordnungsgemäß“ sind. Hier verweisen wir auf das seinerzeitige Merkblatt zum Vorsteuerabzug. Besonders wollen wir darauf hinweisen, daß bei Rechnungen über 10.000,--€ die UID-Nummer des Kunden ebenfalls angeführt werden muß.
  • Ganz generell kann man sagen, daß die „Gangart“ des Finanzamtes bei der Umsatzsteuer verschärft wird. Bitte achten Sie darauf, daß die Umsatzsteuer in richtiger Höhe gemeldet und rechtzeitig bezahlt wird!
 
Eine neue Steuer
 
gibt es auch: die „Medizinprodukteabgabe“. Betroffen sind Unternehmer, die Medizinprodukte vertreiben, zum Beispiel Ärzte, Zahnärzte, Apotheker oder Optiker.
 
Finanzpolizei
 
Die Finanzverwaltung stellt derzeit eine neue Truppe auf: die „Finanzpolizei“. Bisher gibt es schon 680 Beamte, die Zahl soll noch erhöht werden.
Im Visier der Finanzpolizei stehen besonders die „Hochrisikobranchen“:
·         Gastronomie (insbesondere asiatische Lokale)
·         Taxis
·         angeblich auch Apotheken
·         Baugewerbe
 
Sie sind berechtigt, die Zuziehung Ihres Steuerberaters zu verlangen!
 
Was dürfen die Finanzpolizisten?
 
·         Auskünfte bei allen Personen einholen
·         alle Räume betreten
·         Identität feststellen
·         Kraftfahrzeuge anhalten
·         Ausländer dürfen bei Verdacht auf illegale Erwerbstätigkeit festgenommen werden
·         Kassennachschau, Kontrolle der Aufzeichnungen, des Bargeldbestandes, Besichtigung der EDV-Anlage oder der Registrierkasse durchführen
·         Fotos von der Amtshandlung anfertigen
 
Verhalten Sie sich kooperativ, bewahren Sie Ruhe!
Bestellen Sie (bei Abwesenheit) eine(n) Vertreter(in).
 
Internationale „Rasterfahndung“ nach Steuersündern
 
In einem internationalen Vertrag (OECD-Musterabkommen) wird festgelegt, daß Gruppenanfragen in Zukunft möglich sein werden. Auch die Schweiz wird dieses Abkommen voraussichtlich unterschreiben.
Für Steuerjahre ab dem 1.1.2012 sind solche Anfragen möglich, zum Beispiel werden solche Fragen möglich sein:
„Welche Österreicher unterhalten einen Banksafe in der Schweiz?“
„Welche Österreicher haben physisches Gold gekauft?“
 
… Die Zeiten werden rauer …
 
Freundliche Grüße
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